
Die Stadtkapelle Rain lieferte unter Andreas Nagel einmal mehr eine großartige Leistung ab, die beim Publikum tief unter die Haut ging.
Von Andrea Hutzler, 23.12.2025 – Bilder Simon Bauer
Rain Die Stadtkapelle Rain setzte jetzt – unter der bewährten Leitung von Stadtkapellmeister Andreas Nagel – einen glanzvollen Schlusspunkt unter ein gelungenes Konzertjahr und bewies einmal mehr ihr hohes und erstklassiges musikalisches Niveau. In der vollbesetzten, in wunderbar dezent illuminierten Stadtpfarrkirche St. Johannes herrschte schon gespannte Erwartung im Publikum, als zunächst das Vorstufenorchester beachtenswerte Akzente setzte. Unter dem kraftvollen Dirigat von Cathy Smith zauberten die jungen Musikerinnen und Musiker mit der Weihnachtsfantasie „Mentis“ des zeitgenössischen Komponisten Thiemo Kraas bereits zu Beginn eine vorweihnachtliche Atmosphäre.
Die Komposition „River of Hope“ von Michael Sweeney lud mit ihrer fließenden, fast lyrischen Melodik, die in verschiedenen Instrumentengruppen in immer neuen Klangfarben erstrahlte, zum Innehalten und Nachdenken ein. Das Vorstufenorchester zeigte sich dabei als äußerst stimmiges und präzise agierendes Ensemble, was vor allem bei den zahlreichen Wechseln der Tempi zur Geltung kam.
ine Perle spätromantischer Musik: Bruckners „Antiphon“
Mit Anton Bruckners „Antiphon“, solistisch intoniert von Julian Hackl am Euphonium, ließ das große Blasorchester eine Perle spätromantischer Musik erklingen, die durch ihre klare Harmonik und den choralartig eingesetzten Gesangstimmen aus dem Orchester eine meditative Grundstimmung schuf. Doch spätestens bei der beeindruckenden Komposition „…From these Ashes“, komponiert von Chuck Elledge, wurde die gewaltige dynamische Bandbreite des Orchesters deutlich. Der programmatische Inhalt des Werkes erzählt, ausgehend von einem kleinen Feuerfunken in einem idyllischen Wald, von einem zerstörerischen Waldbrand bis hin zu einer in Asche liegenden Landschaft, woraus am Ende jedoch wieder neues Leben sprießt.
Die Stadtkapelle Rain setzte jetzt – unter der bewährten Leitung von Stadtkapellmeister Andreas Nagel – einen glanzvollen Schlusspunkt unter ein gelungenes Konzertjahr und bewies einmal mehr ihr hohes und erstklassiges musikalisches Niveau. In der vollbesetzten, in wunderbar dezent illuminierten Stadtpfarrkirche St. Johannes herrschte schon gespannte Erwartung im Publikum, als zunächst das Vorstufenorchester beachtenswerte Akzente setzte. Unter dem kraftvollen Dirigat von Cathy Smith zauberten die jungen Musikerinnen und Musiker mit der Weihnachtsfantasie „Mentis“ des zeitgenössischen Komponisten Thiemo Kraas bereits zu Beginn eine vorweihnachtliche Atmosphäre.
Die Komposition „River of Hope“ von Michael Sweeney lud mit ihrer fließenden, fast lyrischen Melodik, die in verschiedenen Instrumentengruppen in immer neuen Klangfarben erstrahlte, zum Innehalten und Nachdenken ein. Das Vorstufenorchester zeigte sich dabei als äußerst stimmiges und präzise agierendes Ensemble, was vor allem bei den zahlreichen Wechseln der Tempi zur Geltung kam.
Eine Perle spätromantischer Musik: Bruckners „Antiphon“
Mit Anton Bruckners „Antiphon“, solistisch intoniert von Julian Hackl am Euphonium, ließ das große Blasorchester eine Perle spätromantischer Musik erklingen, die durch ihre klare Harmonik und den choralartig eingesetzten Gesangstimmen aus dem Orchester eine meditative Grundstimmung schuf. Doch spätestens bei der beeindruckenden Komposition „…From these Ashes“, komponiert von Chuck Elledge, wurde die gewaltige dynamische Bandbreite des Orchesters deutlich. Der programmatische Inhalt des Werkes erzählt, ausgehend von einem kleinen Feuerfunken in einem idyllischen Wald, von einem zerstörerischen Waldbrand bis hin zu einer in Asche liegenden Landschaft, woraus am Ende jedoch wieder neues Leben sprießt.
Musikalisch unterwegs auf Pilgerreise
Andächtig, nahezu anmutig, erklang danach das „Ave Verum“ von Wolfgang Amadeus Mozart in einem reizvollen Arrangement von Edmund Löffler. Ein weiteres, äußerst konzertantes Werk hatte Dirigent Andreas Nagel mit Mario Bürklis „Sacri Monti“ ausgewählt. Dabei wurde das Publikum mitgenommen auf einen Pilgerweg durch die „heiligen Berge“ Norditaliens, wobei das eingeflochtene und choralmäßig gesetzte „Stabat mater“ von Mitgliedern des Orchesters intoniert wurde. Auch bei Bürklis Werk wurde das volle Spektrum eines sinfonischen Blasorchesters quer durch die Register ausgelotet, von sanften Holzbläsern bis hin zu fulminantem Gesamtorchesterklang.
Der musikalische Anspruch wurde neben der dynamischen Differenzierung auch bei der Artikulation, den oft überraschend erscheinenden Tempoveränderungen und nicht zuletzt bei birhythmischen beziehungsweise metrisch überlagerten Stellen deutlich. Überzeugend, absolut professionell und mitreißend intonierte das Orchester dieses anspruchsvolle Werk, dem das Publikum andächtig, fast ehrfürchtig lauschte. Mit Scharnagls „Drei weihnachtliche Farben“ endete das beeindruckende Konzert, das von Stadtpfarrer Jörg Biercher und Regina Rabuser moderiert und mit besinnlichen Gedanken begleitet wurde.