Stadtkapelle veranstaltet Frühjahrskonzert

16.04. Orchester begrüßt den Frühling musikalisch

Donauwörther Zeitung vom 16.04.2014
von Manfred Arloth

Copy-20of-2010344FrJahrskonz2014-04-12StadtkapRainMit brillantem Spiel begeisterte die Rainer Stadtkapelle beim Frühjahrskonzert in der Dreifachsporthalle. Vor der Pause erklangen vier Werke gleichsam als Fingerübung, danach aber ging’s 40 Minuten lang mit dem Opus „The Lord of the Rings“ voll zur Sache: Dirigent Andreas Nagl führte sein sinfonisches Blasorchester absolut sicher durch das fünfsätzige Werk des Komponisten Johan de Meij, der mit seiner Sinfonie im Jahre 1989 den ersten Preis des Sudler International Wind Band Composition Competition gewann. Das Publikum bedankte sich mit mächtigem Applaus.

Eingangs erklang der Konzertmarsch „Die Sonne geht auf“ von Rudi Fischer – viel Beifall für schön gespielte Melodien und kraftvollen Einsatz. In seinem Grußwort bedankte sich Bürgermeister Gerhard Martin bei den Musikern, „die sich wie gewohnt bestens auf dieses Konzert vorbereitet haben“ und besonders „bei unserem hervorragenden Dirigenten Andreas Nagl“.

Leidenschaftliche Melodien und beschwingte Absätze

Interessante Details wie etwa ein Paukenschlag, ein Klarinettensolo, wunderschöne Melodien, ein flottes Intermezzo und ein fulminanter Schlussakkord gefielen besonders bei der Ouvertüre zur Operette „Der Zigeunerbaron“ von Walzerkönig Johann Strauß Sohn (1825 – 1899), arrangiert von Siegfried Rundel. Das beeindruckende Thema beim Slawischen Tanz Nr. 8 aus op. 46 von Antonín Dvorák spielte das Orchester im Fortissimo und wandelte es dann mit Tempo- und Lautsstärkevariationen vielfach ab. Man hörte tänzerisch beschwingte Absätze, aber auch leidenschaftliche Melodien. Die Fantasie „El Camino Real“ des amerikanischen Komponisten Alfred Reed gestalteten die Musiker gleich zu Beginn in rasantem Tempo, dann betont festlich, aber auch feurig und insgesamt faszinierend.

Tolkiens gewaltiger Fantasy-Roman „Der Herr der Ringe“, erschienen 1954, zog Millionen von Lesern in seinen Bann – jetzt zeigten sich die Rainer Konzertbesucher ergriffen von dem großartigen musikalischen Gemälde des Niederländers Johan de Meij , das die Stadtkapelle zu Gehör brachte.

Wundersame Begebenheiten wurden musikalisch beschrieben, schrille Töne kündeten von Gefahren, man vernahm rasante Trompetensignale, einen Marsch im absoluten Fortissimo, geheimnisvolle Töne der Bässe und dumpfe Klagelaute.

Erst gegen Schluss kündete das frohe Spiel ein Fest an, und nach Überwindung der Gefahren blickten die Wanderer optimistisch in die Zukunft. Erwähnt werden müssen die erstklassigen Soli von Giuseppe Sansivieri (Sopransaxofon) und Michael Engert (Posaune) im dritten Satz und natürlich die kundige Conference durch Hans Hönig.

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