{"id":762,"date":"2019-07-31T10:49:21","date_gmt":"2019-07-31T08:49:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.stadtkapelle-rain.de\/_preview\/?p=762"},"modified":"2019-07-31T10:54:05","modified_gmt":"2019-07-31T08:54:05","slug":"ein-volksfest-der-blasmusik-auf-der-harburg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.stadtkapelle-rain.de\/_preview\/?p=762","title":{"rendered":"Ein Volksfest der Blasmusik auf der Harburg"},"content":{"rendered":"<p><strong>Das Benefizkonzert f\u00fcr die \u201eKartei der Not\u201c und den Erhalt der Burg geriet einmal mehr zu einem begeisternden Stelldichein der musikalischen Ensembles.<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<h3>DONAUW\u00d6RTHER ZEITUNG VOM 09.07.2019<\/h3>\n<p>VON ULRIKE HAMPP-WEIGAND<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stadtkapelle-rain.de\/_preview\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Serenade-Harburg.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"400\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-698\" \/><br \/>\nBILD VON SIMON BAUER<\/p>\n<p>Das hatte sich Georg Schmid vielleicht einmal gew\u00fcnscht, aber wohl nicht erwartet: Dass seine Idee einer Serenade mit Blasmusik, gespielt von den Musikkapellen aus dem Landkreis, zu einer alle Jahre wiederkehrenden Veranstaltung w\u00fcrde: in diesem Jahr mit den Blasmusikkapellen aus N\u00f6rdlingen, Harburg, Donauw\u00f6rth und Rain. Mit einem sehr angels\u00e4chsisch inspirierten Programm. Schon ein Blick mit Wehmut auf den Brexit-Tag 31. Oktober?<\/p>\n<p>Moritz F\u00fcrst zu Oettingen-Wallerstein, hie\u00df umfassend die zahlreichen Honoratioren und auch die Helfer willkommen \u2013 vor allem aber die Musiker der vier Blasmusikorchester nebst ihren B\u00fcrgermeistern. Gemeinsam spielten die mindestens 100 Musiker festlich hocht\u00f6nend den Eingangsjubel, die \u201eFanfare Festive\u201c von Michael Geisler und gaben damit vielstimmig, vom Harburger Dirigenten Franz Fischer geleitet, eine sehr ansprechende Visitenkarte ab.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p><strong>Der Regen setzt ein<\/strong><br \/>\nDas beifallsfreudige Publikum freute sich sichtlich. Erste Regentropfen lie\u00dfen das sonnenverw\u00f6hnte Auditorium besorgt gen Himmel schauen, Regenschirme \u00f6ffnen. Nicht einmal der kundige Moderator Martin J\u00f6rg vermochte etwas dagegen. Nur die armen Musiker mussten aushalten.<\/p>\n<p>Die Vorstellung der einzelnen Kapellen, klanglich bunt und abwechslungsreich, bot gro\u00dfes H\u00f6rvergn\u00fcgen. Die Stadtkapelle Harburg (Franz Fischer) hatte ihr Herz an Tom Jones, damals \u201esexiest man alive\u201c, Idol so mancher Jugendtage, verloren \u2013 sie widmete sich einem Medley \u201eTom Jones in Concert\u201c, arrangiert von Harald Kolasch, von den jungen Musikern ausdrucksstark vorgetragen.<\/p>\n<p>\u201eFinnegans Wake\u201c \u2013 literatische Weltklasse von James Joyce, so gro\u00dfartig wie kompliziert verschachtelt, lie\u00df das K\u00f6nnen der Stadtkapelle Donauw\u00f6rth (Josef Basting) intelligent und begeisternd aufblitzen. Fl\u00f6ten, Trompeten, Klarinetten, treten dialogisch in Wettstreit um des (schein-)toten S\u00e4ufer Finnegans Erweckung.<\/p>\n<p><strong>Der Tradition verbunden<\/strong><br \/>\nDie Stadtkapelle N\u00f6rdlingen (Oliver K\u00f6rner) verleugnete ihre Pfeifertraditonen nicht \u2013 mit den \u201eDublin Dances\u201c von Jan van der Roost ein Gru\u00df an die \u201egr\u00fcne Insel\u201c aus dem immer maisgr\u00fcneren Ries: Im Wechsel von solistischem Schlagzeug und Fl\u00f6ten, einer durch die Instrumentengruppen gleitenden sehnsuchtsvollen Melodie und fr\u00f6hlichem 6\/8 Takt, liedhaft, weich klingende Blechtutti, sehr irisch-volkst\u00fcmlich. Sch\u00f6n!<\/p>\n<p>Die sinfonische Blasmusikkapelle Rain (Andreas Nagl) \u00fcberzeugte mit einem britischen Import. N\u00e4mlich mit Musik des ab 1712 in London zu Ruhm und Reichtum gekommenen Deutschen Georg Friedrich H\u00e4ndel. \u201eMusic for the Royal Fireworks\u201c, 1749 anl\u00e4sslich des am 7. Oktober 1748 geschlossenen Aachener Friedens f\u00fcr K\u00f6nig Georg II., der ausschlie\u00dflich \u201eMilit\u00e4rinstrumente\u201c h\u00f6ren wollte, komponiert.<\/p>\n<p>Damals wie heute sensationelle Musik, mit Kutschenstaus und Ohnmachten schon bei der Probe, heute mit vier Pauken und einem gro\u00df aufspielenden Blasorchester nicht weniger eindrucksvoll. Hinrei\u00dfende Musik, gro\u00dfartig vorgetragen, es gab begeisterten Applaus.<\/p>\n<p><strong>Very British!<\/strong><br \/>\nHarburgs Musiker hatten sich eine bezaubernde Pretiose ausgesucht \u2013 \u201eGrandfathers\u2018s Clock von Peter Schaad, eine Legende aus Yorkshire von einer Standuhr, die mit dem Leben zweier Menschen so verwoben war, dass sie zu ticken aufh\u00f6rte, als der letzte starb: very British, indeed! Solistisch brillierten mit dem Tenor-horn Martin Bals und Michaela Schmidbauer, die mit der Piccolofl\u00f6te das tickende Uhrwerk vorgab \u2013 gro\u00dfe Klasse.<\/p>\n<p>Donauw\u00f6rth ehrte \u201eUdo J\u00fcrgens live!\u201c. seine Ohrw\u00fcrmer funktionieren noch genauso wie in den Entstehungsjahren. Sehr schwungvoll und ansprechend gespielt!<\/p>\n<p><strong>Frank Sinatra ist mit dabei<\/strong><br \/>\nWenn angels\u00e4chsisch, dann darf \u201eFrankieboy\u201c nicht fehlen. Einer Hommage an Frank Sinatra hatte sich dann wieder N\u00f6rdlingen verschrieben mit \u201eFrank Sinatra Classics\u201c (arr. Stefan Schwalgin). Die orchestrale Opulenz seiner Songs, sauber intoniert, zog den Zuh\u00f6rer in die Musik, riss mit und begeisterte. Es war eine \u00fcberzeugende Auswahl und Leistung der N\u00f6rdlinger.<\/p>\n<p>Mit Edward Elgars Suite in D-Dur, \u201ePomp &#038; Circumstance Nr. 1\u201c, der heimlichen Hymne Englands, dem prachtvoll instrumentierten Orchestermarsch \u201eLand of Hope and Glory\u201c, \u00fcberzeugend die Rainer wiederum. Ein Werk, Prunk und Pomp eines \u201eglorreichen\u201c Krieges besingend. Grandioses Schlagwerk, hervorragend eingestimmte Bl\u00e4ser \u2013 allein schon f\u00fcr diese Hymne sollte Gro\u00dfbritannien in Europa bleiben.<\/p>\n<p><strong>Beeindruckende Einlage<\/strong><br \/>\nGemeinsam gespielt folgten in wechselnden Dirigaten \u201eJubelkl\u00e4nge\u201c von Ernst \u00dcbel, ein sehr abwechs-lungsreicher, sehr stimmig klingender Marsch (Andreas Nagl). Der von Michael Haydn komponierte \u201eCoburger Marsch\u201c, arr. von Franz Watz (Oliver K\u00f6rner) \u00fcberraschte mit einer beeindruckenden Einlage: Aus den Fenstern des Saalbaus intonierten Trompeter sehr effektvoll die Trompetenparts und machten verst\u00e4ndlich, warum dieser Marsch in die preu\u00dfische Armeenmarschsammlung aufgenommen wurde.<\/p>\n<p>Und zuletzt noch ein \u201erichtiger\u201c Traditionsmarsch: \u201eAlte Kameraden\u201c von Carl Teike, arr. von Siegfried Rundel (Franz Fischer) \u2013 einer der popul\u00e4rsten und (weltweit) meist-gespielten deutschen Milit\u00e4rm\u00e4rsche: Musik im Sinne des Friedensprojekts \u201eEuropa\u201c. M\u00e4rsche und Blaskapellen sind halt untrennbar!<\/p>\n<p>Kein Konzert ohne Zugabe: Mit der Polka \u201eB\u00f6hmischer Traum\u201c von Norbert G\u00e4lle wechselten sich die vier Dirigenten ab: Begeisterter, und mehr als verdienter Beifall der vielen Besucher dankte den Kapellen. Ein gelungener Abend \u2013 und das Wetter hatte ja schlie\u00dflich auch noch ein Einsehen gehabt!f.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Benefizkonzert f\u00fcr die \u201eKartei der Not\u201c und den Erhalt der Burg geriet einmal mehr zu einem begeisternden Stelldichein der musikalischen Ensembles. 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