{"id":558,"date":"2016-04-22T08:33:59","date_gmt":"2016-04-22T06:33:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.stadtkapelle-rain.de\/_preview\/?p=558"},"modified":"2016-04-22T08:42:01","modified_gmt":"2016-04-22T06:42:01","slug":"grossartiges-musikalisches-ereignis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.stadtkapelle-rain.de\/_preview\/?p=558","title":{"rendered":"Stadtkapelle Rain: Gro\u00dfartiges musikalisches Ereignis"},"content":{"rendered":"<p><strong>Beim Fr\u00fchjahrskonzert gab es Sinfonische Blasmusik vom Feinsten. Hans H\u00f6nig wurde f\u00fcr 23 Jahre Moderation zum Ehrenmitglied ernannt<\/strong><\/p>\n<h3>DONAUW\u00d6RTHER ZEITUNG VOM 19.04.2016<\/h3>\n<p>Von Manfred Arloth <\/p>\n<p>Konzertante Blasmusik vom Feinsten: Die Stadtkapelle Rain, deren grandioser Ruf erst unl\u00e4ngst einmal mehr bei den Wertungsspielen des Bezirksmusikfestes best\u00e4tigt worden ist (siehe unten stehenden Bericht), bot den Fans in der Heimatstadt ein klang- und genussvolles Erlebnis. Das Sinfonische Blasorchester servierte den Besuchern des Fr\u00fchjahrskonzerts in der Dreifachturnhalle mehrere Kompositionen von h\u00f6chstem Schwierigkeitsgrad. Dirigent Diplommusiker Andreas Nagl hatte mit seinen 80 Amateur-Musikerinnen und -Musikern wieder einmal ein enormes Pensum bestens einstudiert. Wie sehr die musikalische Gesamtleistung gefiel, ja begeisterte, zeigte sich beim Schlussapplaus, mit dem sich die Zuh\u00f6rer im Stehen bedankten. Ihr Deb\u00fct als Moderatorin absolvierte \u00fcbrigens Karin Neubauer mit Bravour.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p>\u201eSynergy Rising\u201c lautet der Titel des zuerst aufgef\u00fchrten, modernen Werks des Komponisten Ryan Nowlin. Dabei ging es von Anfang an mit Pauken und Trompeten so richtig \u201ezur Sache\u201c. Verwegene Kl\u00e4nge und Synkopen, Melodie-Fetzen und eine dr\u00e4ngende, aber auch fr\u00f6hliche Klangf\u00fclle kennzeichnen dieses St\u00fcck. Gef\u00e4lliger wurde es bei Antonin Dvoraks Slawischem Tanz op. 46 Nr. 4 F-Dur komponiert 1878. Der Komponist wandelte das eing\u00e4ngige, romantisch-vertr\u00e4umte Thema vielf\u00e4ltig ab. Mal kam es heiter-akzentuiert, ja eben t\u00e4nzerisch daher, mal mit kleinen schwerm\u00fctigen Abstechern ins Moll, ehe es Fahrt aufnimmt und in ein kurzes, knackiges Finale m\u00fcndet.<\/p>\n<p>\u201eOf Sailors and Whales\u201c nannte W. Francis McBeth seine f\u00fcnfs\u00e4tzige Suite. Der amerikanische Komponist beschreibt darin Szenen aus Hermann Melvilles ber\u00fchmtem Roman \u201eMoby Dick\u201c. \u201eIshmael\u201c, der Matrose, der Erz\u00e4hler, der als einziger den Kampf mit dem wei\u00dfen Wal \u00fcberlebt, beginnt (musikalisch) leise, ruhig, doch die sich anbahnende Dramatik ist bald schon sp\u00fcrbar. Elektrisierende, aufw\u00fchlende Kl\u00e4nge bestimmen den zweiten Satz, betitelt \u201eQueequeg\u201c: Auch darin ist \u201eGefahr in Verzug\u201c. Schrill, sich nach und nach in immer tiefere Tonlagen bewegend, zieht sich das Motiv durch die Register. Zarte Oboenkl\u00e4nge, gefolgt von gewaltigen Tiefblecheins\u00e4tzen symbolisieren die Extreme dieses Menschen, und wildes Trommeln deutet die kannibalischen Wurzeln des S\u00fcdseeinsulaners an. \u201eFather Mapple\u201c rezitierten die Mitglieder des Orchesters wie ein Kirchenlied, d\u00fcstere Stimmung griff um sich, und die Schiffsglocke mahnt, bereit zu sein f\u00fcr ein gefahrvolles Unternehmen. \u201eAhab\u201c \u2013 wer kennt ihn nicht, den Kapit\u00e4n mit dem Holzbein? Die Dramatik nimmt zu, die Jagd auf den wei\u00dfen Wal beginnt mit forschem Get\u00f6se. Im letzten Satz, \u00fcberschrieben mit \u201eDer wei\u00dfe Wal\u201c, eskaliert der Kampf, die Katastrophe bahnt sich an, das Drama kann auch mit dem Sto\u00dfgebet \u201eGott, steh uns bei\u201c nicht mehr abgewendet werden.<\/p>\n<p>Mit dem Konzertmarsch von Rudolf Herzer \u201eHoch Heidecksburg\u201c, komponiert 1912, einem \u201eOhrwurm\u201c sondergleichen, unbeschwert und mit sichtlicher Freude musiziert, verabschiedeten die Bl\u00e4ser die Konzertbesucher in die Pause.<\/p>\n<p>Danach f\u00fchrten die Musiker die sechss\u00e4tzige \u201eHans-Christian-Andersen-Suite\u201c von Soren Hyldgaard auf, Programm-Musik, wie sie \u00fcberzeugender nicht sein k\u00f6nnte. Eine sinfonische Dichtung im besten Sinne: Musikalische Szenen lassen Bilder vor dem inneren Auge lebendig werden. So etwa zun\u00e4chst die \u201eVorstellung des d\u00e4nischen Dichters Andersen\u201c mit furiosem Beginn, dann \u201edie Begeisterung f\u00fcr die Eisenbahn\u201c mit der beachtlichen Kraft einer Lokomotive, der Dampf entweicht rhythmisch. \u201eDas M\u00e4dchen mit den Schwefelh\u00f6lzern\u201c beschrieb Hyldgaard mit \u201ekalten\u201c Melodien: Eisiger Wind wird lautmalerisch vom zarte Wehklagen der n\u00e4selnden Oboe interpretiert. Dann verfolgte man den Irrweg des \u201eM\u00e4dchens mit den Schwefelh\u00f6lzern\u201c durch die Stadt und erlebte letztlich deren Sterben mit. Es folgten die Beschreibung der quirligen Metropole Konstantinopel, der zwiesp\u00e4ltige \u201eTraumwalzer\u201c und schlie\u00dflich die \u201eZunderb\u00fcchse\u201c mit ihrer fr\u00f6hlichen, witzigen Musik. Fazit: Ein gro\u00dfartiges musikalisches Ereignis!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Beim Fr\u00fchjahrskonzert gab es Sinfonische Blasmusik vom Feinsten. 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