{"id":1213,"date":"2023-12-20T16:29:54","date_gmt":"2023-12-20T14:29:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.stadtkapelle-rain.de\/_preview\/?p=1213"},"modified":"2023-12-20T16:40:27","modified_gmt":"2023-12-20T14:40:27","slug":"musikalisches-feuer-der-stadtkapelle-rain","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.stadtkapelle-rain.de\/_preview\/?p=1213","title":{"rendered":"Musikalisches Feuer der Stadtkapelle Rain"},"content":{"rendered":"\n<p>Die Stadtkapelle Rain begl\u00fcckte erneut die vielen Besucher ihres Kirchenkonzerts.\u00dcberw\u00e4ltigende Kl\u00e4nge in allen Registern. Womit Dirigent Andreas Nagl das Publikum beschenkte.<\/p>\n\n\n\n<p>Von Ulrike Hampp-Weigand<\/p>\n\n\n\n<p>Rain \u201eTollite hostias, et adorate Dominum \u2013 bringt Geschenke, und betet den Herrn an.\u201c \u2013 Mit diesem gro\u00dfartigen Choralsatz, der das \u201eOratorio de No\u00ebl\u201c von Camille Saint-Sa\u00ebns abschlie\u00dft, endete ein wieder einmal \u00fcberw\u00e4ltigend sch\u00f6nes Konzert des gro\u00dfen Blasorchesters der Stadt Rain unter Leitung ihres Dirigenten Andreas Nagl. Den Zuh\u00f6rern in der erneut prall gef\u00fcllten Kirche wurde so ein wunderbares \u201eimmaterielles\u201c Geschenk gemacht, das alle begl\u00fcckte: Musiker, Moderatoren (Stadtpfarrer J\u00f6rg Biercher, Managerin Regina Rabuser), Zuh\u00f6rer. Stehen der Beifall zollte das wahrlich verdiente Lob! Aus dem zehnteiligen Oratori um, 1858 von dem jungen Organisten Camille Saint-Saens nach Versen der Heiligen Schrift (Vulgata) vertont, grandios roman-tisch arrangiert f\u00fcr Blasorchester von Albert Loritz, spielten die Rai-er das \u201eGloria\u201c, das \u201eAir\u201c, die \u201ePastorale\u201c im schwingenden Sicilianostil der musizierenden Hirten auf dem Feld, sowie den Schlusschoral. Die gro\u00dfe Rainer Stadtpfarrkirche St. Johannes der T\u00e4ufer, mit der Lichtinstallation, war ein einziger, klangerf\u00fcllter Raum, jeden einh\u00fcllend und ber\u00fchrend.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Aber nicht nur Andreas Nagl gab eine gl\u00e4nzende Vorstellung: Seine Co-Dirigentin Cathy Smith, Leiterin des Vorstufenensembles, hatte ebenfalls Gro\u00dfes mit ihren Musikantinnen und Musikantengeboten: Diszipliniert, und jetzt schon scheinbar m\u00fchelos, spielte der Nachwuchs von John Moss die \u201eHighland Legend\u201c, ein fast gewaltt\u00e4tiges, lautmalerisches Epos der schottischen Highlands, unverwechselbar ob seiner Zitate t\u00e4nzerischer schottischer Folkmusik, kurzum hinrei\u00dfend! Zum ersten Mal im Konzert<br>dann \u201eGloria in Excelsis Deo\u201c: Die Freude der Hirten \u00fcber die Botschaft der Engel, Gott sei erschienen, ein neugeborenes Kind im Stalle: Fein und durchsichtig, sehr fokussiert gespielt im \u201eCantus<\/p>\n\n\n\n<p>Angelus\u201c von Markus G\u00f6tz. Gro-\u00dfer Beifall f\u00fcr die jungen Musiker, der durchaus als Aufforderung zuverstehen war, auf diesem Wegweiterzumachen! Mit \u201eA Choral For A SolemnOccasion\u201c des Komponisten Marc von Delft \u2013 eine Komposition f\u00fcrFanfarenorchester, kam das sinfonische Blasorchester. Feierlich getragen beginnend, erweckt es Asoziationen einer unber\u00fchrt-menschenleeren, schroffen Natur \u2013 ein Bild, das sich zum folgenden Werk von Kurt G\u00e4ble f\u00fcgt. Das dem Orchester erm\u00f6glicht, sich glanzvoll zu pr\u00e4sentieren \u2013 in allen Registern, in fast farbensolistischen Passagen, wie in tutti-Brillanz. Der \u201eDer blaue Planet\u201c ist ein durchaus gesellschaftskritisches Werk: Moderatorin Regina Rabuser stellte das thematisch in drei Teile gegliederte St\u00fcck: \u201eGenesis, Progress \u2013 Fortschritt und New Life\u201c vor. Als Sch\u00f6pfung im jungfr\u00e4ulichen Anfang, auf dem Wege\u2013 unserer \u2013 zeitgem\u00e4\u00dfen Zerst\u00f6rung, und als Hoffnung auf Harmonie das Eins-Sein mit der Natur. Diesen Phasen ist die Musikzugeordnet: feines Holz vereint mit hartem Blech einleitend, hartes Fortissimo symbolisiert Chaos, Choralkl\u00e4nge f\u00fchren zur Symbiose und erl\u00f6sendem Glocken-klang. Modest Mussorgskys \u201eBildereiner Ausstellung\u201c ist bei Konzerten der Rainer immer wieder ein-mal zu h\u00f6ren: Es scheint, als w\u00fcrden sie stetig an diesem \u201eMusterbeispiel an Programmmusik\u201c, wachsen. Die Suite ist eine riesen-gro\u00dfe Herausforderung durch die<\/p>\n\n\n\n<p>Vielzahl der Klangfarben, die das Orchester malen muss, um den Bildern aus der Ged\u00e4chtnis-Ausstellung des Malers Viktor Hartmann gerecht zu werden. Die ruhige Promenade, Verbindung zwischen den beschriebenen Bildern, weicht zur\u00fcck hinter dem pr\u00e4chtig ornamentierten \u201eGro\u00dfen Tor von Kiew\u201c: Wuchtige Basst\u00f6ne, \u00fcberw\u00e4ltigende Kl\u00e4nge in allen Registern, changierend, sich stetig steigernd bis zu einem gewaltigen Fortissimo und heftigen Schlussakkorden \u2013 gro\u00dfartig, welch Feuer das Orchester entfacht. Nach den letzten \u201eImpulsen\u201c der Moderatoren, die sich mit Lebensweisheiten, Weihnachten, dem Menschen n\u00e4hern \u2013 noch die \u201eGro\u00dfe Weihnachtspartita\u201c von Alfred B\u00f6sendorfer. Weihnachtlicher Klang, moduliert, als Choral endend \u201eWie sch\u00f6n leuchtet der<br>Morgenstern\u201c, \u201eVom Himmel hoch\u201c und \u201eHeilige Nacht\u201c: Weihnachten, die Ankunft des Herrn ist nicht mehr fern. Mit Dank an die Beteiligten schloss dieser sehr eindrucksvolle, durch wunderbare Musik, und viele fromme und nachdenkliche Worte gepr\u00e4gte Abend.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Stadtkapelle Rain begl\u00fcckte erneut die vielen Besucher ihres Kirchenkonzerts.\u00dcberw\u00e4ltigende Kl\u00e4nge in allen Registern. Womit Dirigent Andreas Nagl das Publikum beschenkte. 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