{"id":1134,"date":"2023-04-26T15:11:38","date_gmt":"2023-04-26T13:11:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.stadtkapelle-rain.de\/_preview\/?p=1134"},"modified":"2023-04-27T14:03:33","modified_gmt":"2023-04-27T12:03:33","slug":"phaenomenal-diese-stadtkapelle-rain","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.stadtkapelle-rain.de\/_preview\/?p=1134","title":{"rendered":"Ph\u00e4nomenal, diese Stadtkapelle Rain!"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/www.stadtkapelle-rain.de\/_preview\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/IMG_0987-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" data-id=\"1161\" src=\"https:\/\/www.stadtkapelle-rain.de\/_preview\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/IMG_0987-1-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1161\" srcset=\"https:\/\/www.stadtkapelle-rain.de\/_preview\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/IMG_0987-1-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.stadtkapelle-rain.de\/_preview\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/IMG_0987-1-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.stadtkapelle-rain.de\/_preview\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/IMG_0987-1-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.stadtkapelle-rain.de\/_preview\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/IMG_0987-1-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/www.stadtkapelle-rain.de\/_preview\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/IMG_0987-1-450x300.jpg 450w, https:\/\/www.stadtkapelle-rain.de\/_preview\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/IMG_0987-1.jpg 1740w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure>\n<\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Einmal mehr brillierte das Orchester unter der Leitung von Andreas Nagl mit gro\u00dfen sinfonischen Werken. Freilich nicht nur damit. Was alles beim Fr\u00fchjahrskonzert geboten war.<\/strong> Foto: SIMON BAUER<\/p>\n\n\n\n<p>24.04.2023 VON ULRIKE HAMPP-WEIGAND <\/p>\n\n\n\n<p>Eine grandiose Zuh\u00f6rerkulisse spendete am Ende des Fr\u00fchjahrskonzertes der Stadtkapelle Rain minutenlange stehende Ovationen. Wieder einmal lag ein gro\u00dfartiges blasmusikalisches Ereignis hinter dem Publikum mit dem 85-k\u00f6pfigen Orchester unter der Leitung ihres gro\u00dfartigen Dirigenten Andreas Nagl in der Rainer Dreifachturnhalle. Charmant begr\u00fc\u00dft von Christoph Heider, gewinnend durch das Programm gef\u00fchrt von Marco Roger, hatten sich die G\u00e4ste mitsamt einer Delegation der ungarischen Partnerstadt Taksony an furiosen Klanggem\u00e4lden erfreuen d\u00fcrfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Begonnen hatte alles mit einem Marsch, einer Polka fran\u00e7aise von Johann Strau\u00df (Sohn): Der Walzerk\u00f6nig, mit dem sp\u00e4teren K\u00f6nig von Bulgarien, Ferdinand I., befreundet, schrieb zu dessen Hochzeit den Festmarsch op. 452, einen sehr schwungvollen, sehr pomp\u00f6s-flotten, recht st\u00fcrmischen Marsch: Wenn der Hochzeiter auch so temperamentvoll war, sicher eine kurzweilige Ehe! Auch wenn die Rainer Stadtkapelle nicht an die Urauff\u00fchrungskapelle mit 500 Musikern aller Milit\u00e4rkapellen Wiens heranreichte, war die Wirkung kaum geringer.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Die Annen-Polka op. 117, allen Frauen dieses Namens gewidmet \u2013 eine spritzig-bezaubernde Polka, ohrwurmig und hinrei\u00dfend gespielt. Ganz andere T\u00f6ne wurden da in der &#8222;Ouvert\u00fcre f\u00fcr Harmoniemusik C-Dur&#8220; op. 24 von Felix Mendelssohn-Bartholdy angestimmt. Der ber\u00fchmte Komponist der Romantik war gegen\u00fcber Blasmusik zeitlebens aufgeschlossen. 1838 orchestrierte er sein Nocturno f\u00fcr elf Bl\u00e4ser f\u00fcr gro\u00dfes Bl\u00e4serensemble mit 23 Instrumenten und Schlagzeug neu. Langsame Tempi, f\u00fcr Blasmusikerohren gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftig: Ein wunderbares, fast sinfonisches Werk, von den Musikerinnen und Musikern unter Andreas Nagl hervorragend gespielt. Die einzelnen Instrumentengruppen wurden solistisch herausgestellt, um dann in grandiosen tutti wieder zusammengef\u00fchrt zu werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Kinderbuch in musikalischer Sprache: Tom Sawyer in hinrei\u00dfend farbigen T\u00f6nen<\/p>\n\n\n\n<p>Moderner Gegenentwurf dazu war die &#8222;Tom Sawyer Suite op. 27&#8220; von Franco Cesarini, auf das wunderbar unangepasste Kinderbuch aus dem tiefsten amerikanischen S\u00fcden, (noch) nicht in &#8222;political correctness&#8220; ertr\u00e4nkt. F\u00fcnf &#8222;S\u00e4tze&#8220;: vom Schule schw\u00e4nzenden Lausbuben Tom zum mutterlosen Freund Huckleberry Finn und ihren Streichen entlang des &#8222;Ol&#8216; Man River&#8220;, des Mississippi. Das war ein fr\u00f6hlich-flippiger, k\u00f6stlicher Melodienreichtum aus Dixieland. Freundin Becky Thatcher: m\u00e4dchenhaft lieb, beim Verbrecher &#8222;Indianer-Joe&#8220; toben die Instrumente zum F\u00fcrchten. Zum gl\u00fccklichen Ende aber kehrt alles zum ruhig flie\u00dfenden Fluss zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<p>Sensationell geriet das sinfonische Gedicht f\u00fcr Blasmusik, &#8222;Libertadores&#8220; von Oscar Navarra, eine Liebeserkl\u00e4rung an den Amazonas. Grandioses, verf\u00fchrerisches, lautmalendes Oeuvre: Das Publikum begleitete das Orchester in schw\u00fcler Hitze den Amazonas hinauf, um sich herum Gr\u00fcn, zwitschernde V\u00f6gel und keifende Affen, ehe sie ins Herz des Dschungels eintauchten. Dort galt es, indigene Ureinwohner zu treffen und deren Liedern zu lauschen. Es galt auch zu kommunizieren &#8211; nicht nur mittels Instrumenten, Stimmen, H\u00e4nden, K\u00f6rpern, Bewegungen der Musiker in wechselnder Abfolge durch das Orchester. Es war eine herrlich farbige, hinrei\u00dfende Musik, die aufsagen kann.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>&#8222;Udo J\u00fcrgens &#8211; das Beste&#8220; wurde zur fulminanten Klangexplosion<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Aber dieses Gl\u00fcck durfte nicht dauern: Feindseliges drang ins Paradies mit zerst\u00f6rerischer Wucht. Der zweite Teil ist den &#8222;Liberta-dores&#8220; den &#8222;Befreiern&#8220; gewidmet. Martialische, gewaltt\u00e4tige Kl\u00e4nge zerst\u00f6ren die Harmonie: eine fulminante Klangexplosion ist der Auftritt einer Gruppe von Milit\u00e4r-Trommlern: die Gewalt der Revolutionen. War doch das Motto des Komponisten: Ein verf\u00fchrtes und gefesseltes ist ein treues Publikum!<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Medley des Gesamtkunstwerks &#8222;Udo J\u00fcrgens \u2013 das Beste&#8220; im genialen Arrangement von Guido Rennert, das enorme Anspr\u00fcche an das Orchester stellt, bot faszinierend Bekanntes &#8211; und f\u00fcr viele Einzelne aus dem Orchester die M\u00f6glichkeit solistischer Brillanz. 60 Jahre B\u00fchnenleben, \u00fcber 1000 Titel, viele davon Allgemeingut geworden. Die Interpretation der St\u00fccke durch die Stadtkapelle Rain war auch hier &#8211; wie im ganzen Konzert &#8211; einfach gro\u00dfe Klasse. Danke f\u00fcr diesen beeindruckenden Konzertabend!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Einmal mehr brillierte das Orchester unter der Leitung von Andreas Nagl mit gro\u00dfen sinfonischen Werken. Freilich nicht nur damit. Was alles beim Fr\u00fchjahrskonzert geboten war. 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